Kitesurfen in Los Roques

In der Karibik gibt wunderschöne Inseln, die vom türkisblauen Wasser umspült werden. Auch das venezolanische Archipel Los Roques gehört zu den Traumzielen.
Zweifelsohne ist das venezolanische Archipel Los Roques eines der schönsten und natürlichsten Paradiese der Karibik. 170 km nördlich von Caracas liegt es im türkisblauen Wasser des Karibischen Meeres und besteht aus circa 42 Inseln sowie unzähligen Sandbänken. Der Archipel wird von einem gesunden Barriereriff umgeben, das einer der größten seiner Art weltweit ist. In dem Korallenriff haben viele Meerestiere ihre Heimat gefunden, weshalb Los Roques ein beliebtes Ziel von Wassersportlern ist. Badelustige und Sonnenanbeter erfreuen sich an den weißen, feinen Sandstränden, die überall auf der Inselgruppe zu finden sind. Aufgrund der großen Anzahl an Sandbänken sowie Eilanden findet sich leicht ein Spot, an dem der Reisende die Traumdestination mit niemandem teilen muss. Die Vegetation ist wegen der warmen Temperaturen, der geringen Niederschläge und des sandigen Bodens gering. Damit wird Los Roques zu einem optimalen Ziel für alle, die in eines der letzten Paradiese entdecken und erleben möchten.

Ein Mekka für Kitesurfer

Los Roques ist wie geschaffen für Kitesurfer. Anfänger und erfahrene Sportler finden dort optimale Bedingungen vor. Wer seine ersten Versuche auf dem Brett mit Segel versuchen möchte, kann dies im flachen Wasser an sonst menschenleeren Spots ausprobieren. Geübte haben die Wahl zwischen den unterschiedlichsten Revieren, die ein rasantes Gleiten über flaches Wasser oder ein Springen über kleine Wellen ermöglichen. Ferner verspricht ein Downwinder zu einem Schiffswrack eine spannende Abwechslung. Perfektioniert wird das Kitevergnügen durch das Klima. So herrschen ganzjährig Tagestemperaturen um die 30 °C, Wassertemperaturen um die 26 °C und eine ausgeprägte Regenzeit gibt es nicht. Die stärksten Winde von einer Stärke bis zu 25 Knoten sind zwischen Dezember bis Juni.

Schönsten Spots für Kitesurfer in Los Roques

Los Roques verfügt über diverse Spots zum Kiten, die mit einem Taxiboot erreicht werden können. Im Folgenden werden die schönsten Spots für diesen aufregenden Sport aufgeführt.

Francisqui Medio
Die Insel ist von der Hauptinsel Gran Roque in wenigen Minuten zu erreichen. Sie eignet sich dank der flachen Lagune mit sandigem Untergrund sowie dem ablandigen Wind hervorragend für Anfänger.

Francisqui Abajo
Der Sport ist 5 Minuten von Gran Roque entfernt. Dort gibt es ein Riff mit kleinen Wellen.

Krasqui
Knapp eine halbe Stunde von Gran Roque entfernt findet der Kiter ein spiegelglattes Meer und Sideoffshore Winde vor. Es lässt sich ein Downwinder Richtung Norden machen, um eine kleine Lagune zu erkunden.

Boca de Sebastopol
Circa 1,5 Stunden dauert die Fahrt zur Insel Boca de Sebastopol, welche das Archipel mit dem offenen Meer verbindet. Besonders spannend gestaltet sich dort ein Downwinder um die Nachbarinsel Los Castillo, da ein Schiffswrack aus dem Wasser ragt.

Bird Island
Nur zehn Minuten von der Hauptinsel entfernt findet der Kitesurfer einen Spot mit flachem Wasser, den er häufig für sich allein hat.

Ausrüstung fürs Kitesurfen in Los Roques

Die stärksten Winde sind zwischen den Monaten Dezember bis Juni zu erwarten. Sie liegen dann bei bis zu 25 Knoten. Daher bietet sich ein Kite der Größe 9 an, während in den Monaten von Juli bis November gute Erfahrungen mit einem Kite von 10 Metern gemacht worden sind. Wer selbst keine Ausrüstung hat, kann sie vor Ort mieten.

Informationen zum Kitesurfen gibt es hier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Im Grundsatz hast du absolut Recht. Los Roques ist ein fantastisches Kiterevier und das Potential riesig. Wir waren letztes Frühjahr 2 Wochen da (anschliessend noch mit Segelboot nach Las Aves, ein noch einsameres Archipel, wo einem schlicht die Worte fehlen).

    Zurück zu Los Roques: man darf nicht die Erwartung haben, als Kiter mit offenen Armen empfangen zu werden. Auf alle Fälle nicht von den Wassertaxis. Das mit dem Shuttleservice auf die verschiedenen Inseln ist so eine Sache. Jeden morgen sitzt man dort mindestens 30 Minuten in der prallen Sonne rum und “hofft” dass man einen Shuttle auf die Insel seiner Wahl bekommt. Zu unserer Zeit gab es 2 Inseln wo sie Kiter hinstellen wollten. Diese sind sehr schnell relativ voll. Wenn man genug Biss, Überzeugung und etwas Glück hat, schafft man es auch auf andere Insel. Dies kostet jedoch seeeehr viele Nerven. Und oft stellen sie einem im letzten Moment aufgrund fadenscheiniger Ausreden doch nicht auf seine Wahl-Insel. Hat man es doch geschafft, wird man dann aber auch von menschenleeren Top-Spots belohnt. Wir waren oft in Fabiano, meiner Meinung nach einer der tollsten Spots im Archipel. Anfängertauglich ist bei weitem nicht jede Insel. Auf den schmalen Sandbänken kitet man bei voll ablandigem Wind. Dies ist zwar – so lange alles gut läuft – fantastisch. Wenn man den Kite aber nicht mehr aus dem Wasser starten kann, kann es dann aber sehr schnell mal ungemütlich werden.

    Mein Fazit war, dass Los Roques ein riesen Potantial als Top-Spot hat. Super windsicher, badewannenwarm, sauber und Flachwasserpisten wie im Bilderbuch. Man darf aber keine Angst vor ablandigem Wind haben und die lange Anreise via Caracas nicht scheuen. Und muss eben den chaotischen Taxidienst in Kauf nehmen. Ich hatte den Eindruck, dass den Einheimischen dieses Tourismus-Potential egal ist, da wird voll auf die Fischer gesetzt. Eventuell wollen sie schlicht auch nicht mehr Boom haben und den Tourismus in Schach halten.

    Unsere Ferien waren fantastisch. Aber nach 2 Wochen morgendlichem Fight bei der Taxi-Station freuten wir uns sehr auf unseren einsamen Segel-Turn via Las Aves nach Bonaire.

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